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Bild: © Wieland
Gelassenheit – noch eine Haltung, die uns gut tut
Manchmal geschieht es, dass ich am Morgen beim Aufwachen unruhig, kribbelig oder auch angespannt bin. Da ist mein Kopf-Kino aktiv oder mein Gedanken-Karussell dreht sich auf Hochtouren. Und dann steigt bei mir der Wunsch nach Gelassenheit auf. Was hat es mit diesem Wunsch auf sich? Gelassenheit hat mit Loslassen zu tun. Ich lasse die Gedanken und Bilder los, die in meinem Kopf kreiseln. Wenn mir dies gelingt, dann lande ich nicht in der Gleichgültigkeit, sondern komme zu einer hoffnungsvollen Sicht auf die Dinge. Ich kreise nicht um mein Ego, sondern finde meine innere Mitte. Dann komme ich nicht unter Druck, sondern kann mich entscheiden für die nächste Aufgabe, die ansteht. Mit dieser gelassenen Haltung kann ich mich dann ganz auf den nächsten Schritt, die nächste Aufgabe einlassen.
BF: In welchen Situationen hätte ich mir Gelassenheit gewünscht! BF: In welchen Situationen habe ich Gelassenheit erlebt!
Konstanze: Zur Lösung einer Aufgabe gibt es ja oft unterschiedliche Wege und Herangehensweisen. Wenn es z.B. um das Kochen geht, dann habe ich sehr konkrete Vorstellungen, wie dies zügig ablaufen kann und am Ende auch die Küche sofort wieder aufgeräumt und sauber ist. Wieland geht da ganz anders heran. Mein Gedanke, so wie ich das mache geht das doch viel schneller und besser. Ich werde ungeduldig, unzufrieden und ärgerlich. Das hat nichts mit Gelassenheit zu tun!
Wieland: Konstanze ruft nach mir und bittet um Hilfe am Computer. Ich gehe sofort in unser Arbeitszimmer. Ich bin ja der hilfsbereite Wieland. Ich frage sie nach dem Problem. Sie kommt mit ihrer Aufgabe nicht weiter und versucht das Problem zu beschreiben. Leider verstehe ich noch nicht richtig, worum es geht. Ich frage also mehrmals nach, um ihr Anliegen richtig zu verstehen. Nun bin ich allerdings immer noch nicht viel schlauer. Ich werde langsam ungeduldig. Mein spontaner Gedanke, gebe dir doch mal ein bisschen mehr Mühe! Und dann werde ich ärgerlich. Später kommt dann eher Trauer dazu. Warum konnte ich nicht in Gelassenheit dran bleiben und dir helfen?
Konstanze: Der wöchentliche Einkauf hatte schon des Öfteren zu Spannungen und Reibungen geführt. Jetzt haben wir eine ganz passable Lösung gefunden. Für den wöchentlichen Einkauf legen wir gemeinsam einen Wunschzettel an. Nun kann ich loslassen. Wieland macht sich auf den Weg zum Supermarkt und organisiert es sich so, wie es für ihn am besten passt. Ich freue mich, wenn er zufrieden zurückkommt. Und ich schätze seine Umsicht, die er beim Einkaufen hat.
Wieland: Gelassenheit habe ich erlebt bei unserem Projekt –neue Wetterkleidung-. Ich gehe nicht gern einkaufen und wenn, dann soll es zügig gehen, ein Laden, was finden und fertig. Diesmal lief das ganz anders. Wir überlegten gemeinsam (und in Ruhe), wie die Wetterjacken beschaffen sein sollten. Ich konnte meine bisherige Vorgehensweise loslassen. Wir haben entspannt nach den gewünschten Jacken Ausschau gehalten, allerdings bisher nichts Geeignetes gefunden! Ich bin trotzdem zufrieden und entspannt. Dann wird es eben später, ist mein Gedanke.
Nun haben wir für Euch wieder eine Dialogfrage! Ich schaue auf eine der Situationen und beschreibe sie dir genauer. Wfim?
Viel Freude und gute Begegnung! Mit einem herzlichen SHALOM Konstanze und Wieland |