Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Samstag, 27. Februar 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Fastenzeit – meinen Staub in den Atem Gottes halten

Foto: Pixabay

Am Aschermittwoch habt ihr möglicherweise die Asche aufgelegt bekommen (Aschenkreuz) und dabei den Satz gehört:
Bedenke Staub, dass du Mensch bist!
Falsch!! Druckfehler!!!! So heißt das doch nicht, sondern umgekehrt.
Doch – lassen wir es zunächst einmal so stehen und denken darüber nach.
In diesem „verkehrten“ Satz steckt eine tiefe Weisheit:
da wird dem Staub gesagt, aus dem wir gemacht sind, dass er durch einen Liebesakt Gottes in ein so herrliches Geschöpf verwandelt wird: den Menschen.
Da wird dem Staub bedeutet, aus dem wir sind, dass er jetzt nicht mehr der „letzte Dreck“ ist, sondern indem Gott seinen Lebenshauch in ihn hineinblies, ist aus Erdenstaub schon Himmelsstaub geworden, Goldstaub. Wir müssen also als Menschen nicht im Staub kriechen, sondern können aufrecht gehen. Wir müssen uns auch nicht aus dem Staub machen, wenn´s darum geht, Gott zu ehren und auf seinen Willen zu hören.
Wir beide haben den „verkehrten“ Satz am Aschermittwoch in der Predigt gehört und er begleitet uns seitdem. Wir hören aus ihm heraus:
Du gebrechlicher Mensch, bist zwar vom Staub genommen und bist weiterhin vergänglich:
aber in dir ist der Atem des lebendigen Gottes. Du bist nach dem Abbild des lebendigen Gottes, wunderbar geschaffen, geformt in den Tiefen der Erde, im Mutterschoß, und ins Dasein gerufen. Gott hat einen Plan mit dir. Gott hat eine Vision für dich.
All das, was wir im Alltag an uns selbst wie Staub erfahren, unsere Grenzen und Unzulänglichkeiten, die Unmöglichkeit wirklich zu lieben: all das kann zum Goldstaub werden, wenn wir uns dem Atem Gottes aussetzen. Fastenzeit kann bedeuten: uns in den Atem Gottes stellen, damit er Leben in uns haucht; sprich: damit er unserem Staub sagen kann: Bedenke, ich habe dich zu einem wunderbaren Wesen gemacht, den Menschen.

Wir beide erleben: auch in der ehelichen Beziehung kann viel „Staub“ sein: die Last der Unterschiede und Gegensätze zum Beispiel. Da hilft der Dialog dabei, diesen Staub zu beatmen, um aus ihm mit Gottes Hilfe die wunderbare Gestalt einer Ehe nach Gottes Plan zu machen.

Welche Gedanken kommen mir bei diesem umgedrehten Aschermittwochsruf (Bedenke Staub, dass du Mensch bist)? Was kann ich daraus für meinen Glauben annehmen, was ermutigt, was „beschwert“ mich dabei?
Daraus könnt ihr auch die Dialogfrage nehmen oder selber erstellen. Oder auch:
Was bedeutet dieser verdrehte Ruf für unsere Beziehung? Wo will ich lernen, im Staub des Alltags himmlischen Staub zu entdecken?
Was an dir, das mich stört, will ich mit anderen Augen anschauen, um im Staub dein Gold zu entdecken? u.a.

Herzlichst grüßen euch im Schalom
Waltraud & Wilfried aus Köln

Da der nächste Impuls erst in zwei Tagen wieder erscheint, kann man diesen Impuls auch nehmen für Besinnung und Dialog an beiden Tagen und so die Vielfalt der Gedanken aufteilen)

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