Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Donnerstag, 4. März 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Sehen mit dem Herzen

Foto: Konstanze und Wieland

Am Beginn der Fastenzeit setzen wir uns in jedem Jahr hin und überlegen gemeinsam, wie wir diese Zeit gestalten sollten. Für mich, Wieland, braucht es da immer etwas Überwindung und eine bewusste Entscheidung. Eingeübte Rituale finde ich oftmals sehr hilfreich, aber sie bremsen mich auch gleichzeitig. Da kommen so spontane Gedanken wie: kenne ich ja schon, das haben wir schon abgearbeitet oder hat ja eh nicht funktioniert, wenn ich bestimmte Redewendungen höre. Am Aschermittwoch haben wir uns den Impuls vorgenommen und nach Bereichen Ausschau gehalten, wo uns etwas unfrei macht und wo wir freier werden wollen.

Da machte es „klick“ und wir waren mitten drin in der Fastenzeit. Das Wort „unfrei“ ist sofort mit unangenehmen Gefühlen verbunden. Es drängelt sich in den Vordergrund! Also scheint es doch zu lohnen, da genauer hinzuschauen. Nehme ich zum Schauen die Brille zur Hand, so geben sich schon einige Dinge rein optisch zu erkennen. Wir haben in den letzten Tagen aussortiert und entrümpelt. Manches konnten wir verschenken, der Rest, eine ganze Autofuhre, ist heute auf dem Wertstoffhof gelandet. Am Ende dieser Aktion sind wir beide zufrieden und erleichtert.

Manches ist aber auch gar keine Frage des Sehens mit oder ohne Brille. Daran erinnert uns der kleine Prinz, wenn er sagt, „…man sieht nur mit dem Herzen gut…“. Mit dem Herz sehen, ja das ist eine wunderbare Umschreibung für das Besinnen. Also machen wir uns doch auf eine Entdeckungsreise! Denn weiter sagt der kleine Prinz, „…das wesentlich ist für das Auge unsichtbar…“.  

Wo erlebe ich Unfreiheit? Ich, Wieland, denke da an eine Situation, in der mir das Zuhören misslungen ist. Ich war angefüllt mit Gedanken und Gefühlen aus der letzten Zeit. Dies alles platze dann in einem Gespräch aus mir heraus. Von gutem Zuhören konnte da keine Rede mehr sein. Beim Zurückblicken merke ich, wie unfrei ich war. Dies machte mich unfähig für gutes Zuhören. Wenn ich daran denke, dann erfüllt mich tiefe Trauer.

Nun eine Anregung für Euch: Schaut mit Euren Augen und mit Eurem Herzen!

Wo oder wodurch erlebe ich mich unfrei? Wfim, wenn ich Dir dies vertrauensvoll schreibe?

Einen herzlichen Gruß senden Euch   
Konstanze und Wieland


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