Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Dienstag, 9. März 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Warten

Foto: Brigitte und Hans-Dieter

Wir warten aufs Christkind – auf Ostern – auf das Wochenende – auf das Ende des Lockdowns. Warten ist angesagt. Wir beide warten zurzeit auf die Geburt unserer beiden Enkelkinder, die sich für Anfang März angesagt haben. Sowohl unsere Tochter als auch unsere Schwiegertochter sind in der Endphase ihrer Schwangerschaft. Schon vor zwölf Tagen sind wir nach Inzell gereist, um unsere Tochter in den letzten Tagen / Wochen ihrer zweiten Schwangerschaft zu unterstützen und um uns um den kleinen Maxl zu kümmern, der bald ein großer Bruder ist. Die junge Familie ist erst vor kurzem umgezogen und hat in der neuen Region noch keine Sozialkontakte knüpfen können, so dass wir entschieden haben, trotz des Lockdowns den Kindern zur Seite zu stehen. Da es ja immer sein kann, dass sich ein Baby schon vorher überlegt, das Licht der Welt zu erblicken, sind wir bereits am Karnevalswochenende angereist. „Hoffentlich wartet das Baby, bis ihr da seid!“, meinte unsere Tochter und war erleichtert, dass wir vor Ort waren, bevor sich die Kleine auf den Weg gemacht hat.

Ja – und jetzt warten wir. Jeden Tag. Obwohl der Termin erst für nächste Woche ausgerechnet ist, warten wir jeden Tag, ob sich „etwas bewegt“. Weit weg gehen können und wollen wir alle nicht. Es könnte ja sein, dass es spontan losgeht. Und so warten wir. „Gut Ding will Weile haben“, sagen die einen und „Es ist noch keins dringeblieben“, die anderen. Alles Sprüche, die keiner braucht. „Solange sie drin sind, schreien sie nicht“, sagt die Großtante, die selbst vier Kinder großgezogen hat.

Ich (Brigitte) laufe – tagein- tagaus – mit unserem Hund Henry alle Wege rund um das Haus ab und außer den alltäglichen Handgriffen steht keine weitere Arbeit an. Deshalb genieße ich unseren bisher jüngsten Enkel in vollen Zügen. Spielen ist angesagt, Singen und natürlich Bilderbücher. So vergeht die Zeit für mich wie im Flug. Telefonieren mit der Schwiegertochter: Sie wartet auch. Nichts tut sich. Ich mache mir Gedanken über das Warten. Warten auf etwas. Fast scheint es, als wäre das verlorene Zeit. Zeit, die keiner braucht, weil ja das Ereignis, auf das man wartet, dasjenige ist, das wichtig ist. Aber Warten. Was bringt das? Warten ist langweilig. Man kann nichts tun. Man wartet halt.

Wenn ich auf die Fastenzeit schaue, dann ist das eine Zeit der Vorbereitung, der Entscheidungsfindung, der Klärung und Reinigung, um für die große Verwandlung bereit zu sein. Ich soll nicht untätig herumsitzen, sondern aktiv werden. Ich soll mich vorbereiten. Kann das langweilig sein? Auf keinen Fall. Ich jedenfalls habe mich entschieden, diese Wartezeit zu genießen. Sie ist ein großes Geschenk für mich.

Vorschläge für eine Dialogfrage:

  • Was macht es mit mir, wenn ich warten muss? Wfim, wenn etwas noch dauert?
  • Kann ich Wartezeiten sinnvoll nutzen? Wfim, wenn ich dir dazu schreibe?
  • Wie kann ich eine Zeit des Wartens aktiv nutzen? Welche Gefühle habe ich dabei?

Wir wünschen Euch eine erfüllende Wartezeit
Herzlichst Brigitte und Hans-Dieter

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