Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Samstag, 13. März 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Lumen Christi – Christus, das Licht
„Ich bin das Licht der Welt“ Joh 8,12

Fotos: Ursula Krupp

Als wir die Christ-the-light-Kathedrale in Oakland betraten, waren wir verblüfft. Die über dem Altar schwebende Lichtgestalt, das war doch der Christus vom Westportal in Chartres. Er erschien uns schwerelos in der Luft schwebend. War es ein gemaltes Bild, vielleicht eine Grisaille-Glasmalerei, oder doch eher eine Projektion? Langsam gingen wir näher heran, doch je mehr wir uns näherten, desto undeutlicher wurde das Bild. Zum Schluss standen wir vor einer matten Aluminiumwand, auf der außer einer Fülle von kleinen Lochungen, durch die das Licht fiel, nichts zu erkennen war. Erst beim Zurückgehen erschien das Bild wieder. Ein Christus, ganz nur aus Licht geschaffen. Christus, das Licht.

Hier wurde sein Wort „Ich bin das Licht der Welt“ für uns ganz plastisch. Lumen Christi, ein Christus aus Licht, das passt zu dem, was wir an Ostern feiern. Wie können wir in dieser Situation sein Licht wahrnehmen, in seinem Licht leben?

Zurzeit ist es für mich, Ursula,  nicht so einfach, sein Licht wahrzunehmen. Die drastischen Kontakteinschränkungen belasten mich sehr. Neu auftretende Mutationen machen mir Angst, trotz jetzt wieder sinkender Zahlen. Meine Hoffnung auf baldiges Impfen trifft auf neue Verzögerungen und das erwartete Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht zu sehen.

Da hilft es mir, wenn ich meine Angst und Sorge vor den Herrn bringe. Das ändert meinen Blickwinkel und ich schaue darauf, wo ich sein Licht wahrnehmen kann: Unser Sohn ist von seiner schweren Covid-Erkrankung genesen und konnte Weihnachten wieder bei seiner Familie sein. Unsere Anfang des Jahres ebenfalls daran erkrankte Tochter war nicht ganz so schwer betroffen und ist auch wieder genesen.

Wir beide blieben verschont. Wir haben ein schönes Zuhause und keine finanziellen Sorgen. Wir haben einander und dank unserer ME-Erfahrung erfreuen wir uns an unserem liebevollen Umgang miteinander. Die virtuellen Treffen mit unseren Kindern und mit der ME-Gemeinschaft nutzen wir dankbar. Telefonische Kontakte mit unseren Freunden bringen Farbe in den Alltag.

Wenn ich an diese guten Erfahrungen denke, wird das Licht hinterm Tunnel wieder heller, ich spüre wieder Zuversicht und kann darin die Lichtgestalt Christi auch immer mehr erkennen.

Auch ich, Friedhelm, erlebe es ganz ähnlich. Auch wenn mich die augenblickliche Situation belastet, macht sie mich nicht mutlos. Ich setze meine Hoffnung auf sein Licht, das auch mein Leben hell macht. Indem ich meine Angst loslasse und mich ihm übergebe, werde ich zuversichtlicher und finde viele Lichtblicke auch in der jetzigen Situation: lange Spaziergänge und Fahrradtouren in der Natur, Entdecken kleiner Fotomotive, Lektüre lange hinausgeschobener Werke, längere Telefongespräche als früher und so manches andere kann ich durchaus als froh und zufrieden machend erleben.

Wir schlagen als Dialogfrage vor:
Wo kann ich in der augenblickliche Situation Lichtblicke für mich wahrnehmen? Wfim dabei?

Wir senden euch unseren herzlichen Schalom. Bleibt behütet!
Ursula und Friedhelm

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