Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Donnerstag, 11. März 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Fastenzeit – gehen an der Hand des Herrn – sich festmachen an ihm

Bild von Esther Merbt auf Pixabay

Was passiert, wenn man im Flugzeug sitzt und das Flugzeug setzt zum Start oder zur Landung an, oder es gerät während des Fluges in Turbulenzen? Dann leuchtet eine Leuchttafel auf, auf der geschrieben steht:
FASTEN YOUR SEAT BELT! Befestige deinen Sitzgurt. Mach dich fest an ihm.
Da bekommt das Wort FASTEN auf einmal eine andere Bedeutung. FASTEN (engl.) heißt hier: MACHT DICH FEST, BINDE DICH!

So gibt uns dieses englische Wort FASTEN einen guten Hinweis, was Fasten(zeit) für uns bedeuten kann: BINDE DICH AN GOTT; MACH DICH NOCH MEHR ALS BISHER FEST AN IHM!
Edith Stein hat in vielen Texten immer wieder vom Festmachen (=Fasten) gesprochen. Sie nennt es: Leben an der Hand des Herrn. Da wird dieses sich Festmachen lebendig, sympathisch und greifbar: an der Hand des Herrn leben. Sich fest in diese hinein-begeben – das mache frei. Irgendwo schreibt sie: es sei ein langer Weg vom Zustand eines guten Christenmenschen, der – wie er meint – das nötige religiöse Programm mache – bis hin zu einem Leben an der Hand des Herrn. FASTEN YOUR LIFE TO YOUR GOD. Ergreife die Hand deines Herrn!
Wir beide erleben, dass Glauben als festmachen an Gott = FASTEN unser Leben bereichert. An der Hand des Herrn gehen, vertrauensvoll wie ein Kind: dies erleben wir mit allen Brüchen als eine Bereicherung. Tag für Tag sind wir Gott dankbar dafür, dass er uns den Glauben schenkt und dass wir beide gemeinsam darin unterwegs sind. Welch ein großes Geschenk! Wir erleben, dass dieses FASTEN = sich festmachen, uns frei macht.
FASTEN YOUR SEAT BELT – heißt also: Binde dich an das, was dir Sicherheit gibt! Gott ist gewissermaßen der „Sitz“, der uns trägt, und an den wir uns festmachen können. Da „sitzt“ in unserem Leben vieles besser – als ohne.

Als Eheleute können wir sogar für die Kirche zum Zeichen dafür werden, dass eine Bindung frei macht. In der Trauung, im Ja-Wort haben wir uns aneinander fest gemacht, haben die Hand des Anderen ergriffen, die er uns entgegengestreckt hat und wir können darin erfahren, was es heißt, an der Hand Gottes zu gehen – und dabei der freieste Mensch auf der Erde zu sein.
So heißt FASTEN YOUR SEAT BELT für uns: Mach dich täglich wieder neu fest am Anderen und an Gott:  Verbinde und verbünde dich mit ihm.

Zur Besinnung und für den Dialog:
Was hat mich angesprochen bei der Wendung von Fasten (im üblichen Sinne) hin zu Fasten als Festmachen an Gott, als an der Hand Gottes gehen?  Oder:
An der Hand Gottes gehen: was erfreut mich bei diesem Gedanken, was ist mir im Moment daran nicht so sympathisch?
Was erhoffe ich mir davon, was befürchte ich?

Daraus könnt ihr schon Dialogfragen entwickeln. Oder aber nehmt diese Vorschläge hier:
Woran mache ich mich konkret fest bei Gott: durch das Gebet? Durch die Gebote (welches besonders?). Durch die Nächstenliebe, die Feindesliebe? ...durch Verantwortung für Menschen, Umwelt etc?
Wfim, wenn ich darauf schaue, an der Hand Gottes zu gehen? Was bedeutet es mir, mich am Partner festzumachen und an seiner Hand durchs Leben zu gehen?
(Ein Tipp: ihr müsset nicht miteinander die Dialogfrage absprechen, sondern jede/r wählt für sich und überrascht damit den Partner.)

Herzliche Grüße und Schalom aus Köln
Waltraud & Wilfried

Die hier aufgezeigten Gedanken können durchaus Material sein für Besinnung, Dialog und Austausch heute und morgen. Da ist reichlich Power drin. So schlagen wir euch vor, für den Tag über einen Gedanken mitzunehmen auf den Weg in den Tag hinein, und sich da und dort kurz daran zu erinnern, z.B. beim Stehen an einer roten Ampel. 

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