Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Samstag, 3. April 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

Ent-deckertour Ostern 2021

Foto: © Mathias Birsens

So heißt die Überschrift zu den Impulsen, die unseren Bibelkreis durch die Fastenzeit begleitet haben.

Dabei ist der rote Faden die Vorsilbe „ent“, mit der wir in der Regel eher etwas Negatives verbinden: enttäuschen – entlarven – entziehen – entrümpeln – entsorgen –entlasten….

Das Ziel heißt: Ostern ent-decken!

Ent-decken klingt positiv, das hat was mit Abenteuer zu tun und mit freudiger Erwartung, mit dem Erfolg “ich habs!“ und Glücksgefühlen.

Das ist Ostern: ent-decken, dass nicht alles umsonst war und nicht alles zu Ende ist. Die Ent-deckung des leeren Grabes, die Ent-deckung der Auferstehung, die Ent-deckung, dass der Gärtner in Wirklichkeit Jesus ist.

Zur Ent-deckung gehört auch die Mühe, die Anstrengung, auch die Ent-Täuschung, die Ent-Behrung. All das erzählen die biblischen Geschichten uns und all das kennen wir auch aus unserem Alltag.

Aktuell ist es wieder die Enttäuschung, Ostern zum zweiten Mal nicht in gewohnter Art und Weise und vor allem nicht mit all den anderen feiern zu können, die zu einem Fest dazugehören: unser Freundeskreis, mit dem wir jedes Jahr Pascha feiern, die Familie, die zu Besuch kommt, weil dann die weite Anreise lohnt.

All das vermissen wir schmerzlich und auch noch mehr als im vergangenen Jahr.

Und dieser Schmerz macht dünnhäutig und ungeduldig. Aber auch: Corona gibt nicht nur der Digitalisierung, dem Home-office und allen Online-Veranstaltungen einen ungewohnten Schub, es gibt auch einen Schub in der Einübung der Achtsamkeit, in Prioritätensetzung in meinem Leben, in unserer Gottesbeziehung.

All das haben wir neben allem beruflichen und kirchlichen Chaos in der Fastenzeit neu wahrnehmen dürfen, ent-decken dürfen.  Und entdeckt haben wir gemeinsame Gebete, häufigeren regelmäßigen Austausch, Verbundenheit in der Familie, im Freundeskreis und bei ME, die trägt und stärkt und wir üben uns darin – wie es diese Woche schon mal hieß – nur für heute das Gute und das Positive zu sehen.

Ostern ist nicht von vorneherein ein frohes Fest: das Begreifen ist schwer; von den Jüngern und Jüngerinnen wird ein radikales Umdenken und Neudenken gefordert. Das hatten wir noch nie!

Es gibt mehr als Pandemie, Inzidenz- und Impfzahlen, Ausgangssperren und Gottesdienste mit Masken: es gibt Gott, der mit uns geht, und es gibt Menschen, die mit uns gehen und uns immer wieder die Augen dafür öffnen.

Der Herr zieht mit
Er ist schon da!
Der dich getragen, geprägt, geführt und befreit hat.
Er ist schon dort.
Geh mit ihm.
Erfahr ihn, wie du es nie geglaubt.
Er ist schon dort.
Der dich in Ungeahntes, Neues führt.
Er ist schon dort.
Geh - du bist nicht verlassen.
        Bernhard von Clairvaux (Kirchenlehrer, 1090 – 1153)

Dialog/Gesprächsvorschlag:
Wo habe ich in den letzten Wochen Zeichen der Nähe Gottes, Zeichen der Hoffnung erlebt? Was ist Auferstehung für mich – Ostern 2021? Was bedeutet sie mir?
Wfim, wenn mir das bewusst wird und ich es Dir mitteile?

Wir wünschen Euch allen ein gesegnetes und frohes Osterfest. Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!

Mit österlichem Shalom
Marianne und Paul

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