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Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

 


Beziehung leben mit allen Sinnen 

Foto ©: Wieland Wiederhold

Ihr Lieben in der Gemeinschaft,

Heute wollen wir das Thema „Beziehung leben mit allen Sinnen“ fortsetzen. Bei  unserem letzten Impuls ging es um das Hören. Heute beschäftigen wir uns mit dem Sehen.

Wir kommen gerade von einem Waldspaziergang zurück. Die winterliche Sonne hat ihre Strahlen durch den Wald geschickt. Mit Dankbarkeit haben wir auf Gottes Schöpfung geschaut.

Mit unseren Augen nehmen wir die Welt in Bildern wahr. Es ist eine ungeheure Menge an Informationen, die unsere Augen an das Gehirn liefern. Wir haben gelernt, zu sortieren und nehmen das aufmerksam wahr, was uns wichtig erscheint. Darauf lenken wir unseren Blick. Wir sehen natürlich nicht nur einfach Bilder, sondern wir wollen sie auch verstehen. Dies ist eine intellektuelle Fähigkeit von uns Menschen. Wir sehen das Stopp-Schild an einer Kreuzung und wir haben gelernt, was dies für uns als Autofahrer bedeutet. Wir sehen das Bild eines Menschen und fragen uns, kenne ich den?

Der Blick ist Teil unserer nonverbalen Sprache. Da gibt es z.B. den wohlwollenden Blick, den bewegten Blick, den strengen Blick, den erwartungsvollen und hoffnungsvollen Blick. Wenn sich die Blicke zweier Menschen begegnen, dann erleben sie den Blickkontakt. Es ist eine besondere Art der Begegnung. Ich kann den Blickkontakt suchen oder ihn auch vermeiden. Dies ist jeweils mit angenehmen oder unangenehmen Gefühlen verbunden. Ein Blick kann zart oder hart sein, er kann Zustimmung ausdrücken oder auch Ablehnung.
Wir können auch das Sehen unterbrechen, indem wir unsere Augen schließen. Dann sehen wir optisch keine Bilder. Manchmal ist dies auch eine wirkungsvolle Schutzfunktion. Wir sagen ja auch, das will ich nicht sehen oder das kann ich nicht mit ansehen!

Besinnungsfrage: Sammle Beispiele und Situationen, in denen für dich das Sehen in eurer Beziehung eine wichtige Rolle gespielt hat! Achte darauf, mit welchen angenehmen bzw. unangenehmen Gefühlen die jeweilige Situation verbunden ist!

Konstanze: Für mich spielt das Sehen in unserer Beziehung eine besondere Rolle. Ich achte auf einen schön gedeckten Tisch. Er soll einladend sein und zum Wohlfühlen beitragen. Gerade jetzt im Advent dekoriere ich gern mit Kerzen, Engeln und Sternen.
Ich suche den Blickkontakt zu Wieland und versuche diesen zu halten, wenn es um schwierige oder unangenehme Themen geht. Wieland schaut mich an, wenn wir uns unterhalten. Er gibt mir Ansehen und ich genieße dies, ebenso wenn mir andere liebe Menschen Ansehen schenken. Ich schaue auch auf Wieland und nehme war, wie er gekleidet oder rasiert ist. Und ich erlaube mir da auch einen liebevollen Hinweis.

Wieland: Heute Morgen habe ich den frischen Blumenstrauß sofort entdeckt. Ich teile meine Freude und Wertschätzung Konstanze mit. Ich bin sehr froh über meinen aufmerksamen Blick in diesem Moment. Habe ich doch in der Vergangenheit Konstanze öfters verletzt mit meiner Unaufmerksamkeit.

Dialogfrage: Ich wähle eine konkrete Situation, in der das Sehen in unserer Beziehung eine Rolle gespielt hat.
Was habe ich wahrgenommen?
Was hat das Sehen bei mir ausgelöst? (Gefühle, spontane Gedanken, Reaktion)
Wie fühle ich mich, wenn ich dir das schreibe?

Wir werden in den nächsten Wochen noch weitere Sinne vorstellen.

Und nun wünschen wir Euch in dieser ersten Adventswoche eine gesegnete Zeit in Eurer Beziehung!
SHALOM
Konstanze und Wieland

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