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Marriage Encounter Deutschland und Schweiz Liebt einander, wie ich euch geliebt habe - Joh 13, 34

Mittwoch, 15. Dezember 2021

Wir wünschen Euch ein gutes Miteinander und
Zeit für die Fragen am Morgen:

Guten Morgen! :-)
Wie hast Du geschlafen?

Was klingt von gestern noch bei Dir nach?
Wie geht es Dir heute morgen?

 


Die Kunst des Wartens

Foto ©: Pixabay

Vor einigen Tagen fanden wir in unserem Abreißkalender folgenden Spruch von Udo Hahn: „Advent feiern heißt warten können. Warten ist eine Kunst. Wer nicht warten kann, wer stets eine Abkürzung nimmt, der kürzt auch sein Leben ab. Ernten kann nur, wer Zeit zur Reife lässt.“

Wie geht es Euch, wenn Ihr diese Zeilen lest? Beim Stichwort „Warten“ tauchen bei mir, Silke, ganz unterschiedliche Bilder auf. Ich gebe zu, dass ich mich mit dem Warten schwer tue. Von Hause aus bin ich ein sehr ungeduldiger Mensch. Ich habe immer zu viele Projekte gleichzeitig zu laufen und möchte, dass alles schnell geht. Ich hasse es, lange in einer Schlange warten zu müssen oder wenn meine Verabredung nicht pünktlich kommt. Wenn jemand nicht pünktlich kommt, fange ich schnell an der Beziehung zu zweifeln an, fühle mich verletzt und nicht geliebt. Was war da wichtiger als unsere Verabredung?

Es gibt aber auch Situationen, in denen mir das Warten leicht fällt. Wenn ich mich auf den Besuch von guten Freunden freue und den Tag fülle mit Vorfreude. Ich male mir in Gedanken aus, über welche Themen wir reden,… Oder ich freue mich auf den Besuch in meinem geliebten Kloster. Sobald ich die Zusage für den nächsten Aufenthalt dort habe, fange ich an, mich darauf zu freuen, auch wenn es noch mehrere Wochen hin sind. Dann strömen Glücksgefühle durch mich.
Während meiner Exerzitien mache ich immer wieder die Erfahrung, dass ich durch das Warten reich beschenkt werde. Ich steige aus dem Hamsterrad aus und plötzlich ist da Platz für neue andere Gedanken. Wartezeiten können bei mir somit sehr fruchtbar werden. Manchmal brauche ich auch eine Zeit, zum Beispiel um ein passendes Kerzenmotiv für die Osterkerze einer kleinen Kirche zu finden. Es braucht die Zeit des Reifens. Und dann ist der Punkt da, wo das Motiv stimmig ist.

Ich, Rolf, bin eher ein geduldiger Mensch. Warten fällt mir in der Regel nicht schwer. Ich laufe eher Gefahr, dass ich zaudere, zu lange warte. Ich möchte alles perfekt haben und verpasse dann den Absprung. Um im Bild von Udo Hahn zu bleiben: Wenn ich warte, bis die Pflaumen am Baum verschimmelt sind, ist es auch nicht gut.

Wir laden Euch zum Austausch zu folgenden Fragen ein:

  • Denke an eine Situation, in der Dir das Warten leicht fiel. Welche Gefühle kommen in Dir hoch?
  • Denke an eine Situation, in der Dir das Warten schwer fiel. Welche Gefühle kommen in Dir hoch?
  • Denke an eine Situation, wo Du vielleicht auch zu lange gewartet hast. Welche Gefühle kommen in Dir hoch?
  • Welche Beziehung hast Du zum Warten? Versuche dies Deinem Partner möglichst genau zu beschreiben.

Herzliche Grüße aus Berlin-Spandau
Silke Bährens und Rolf Schudlich

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