Freitag – Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…

 

Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind…

Sich außerhalb der eigenen Hausgemeinschaft zu treffen ist uns seit Wochen, aus Gründen, verwehrt. Wir treffen uns weder privat noch beruflich und doch finden wir viele Wege uns Nachrichten zukommen zu lassen, oder uns per Webdiensten zu sehen und zu sprechen. Heute habe ich mein erstes Seminar als Videoseminar durchgeführt. Und letzte Woche hat sich unsere ME-Gruppe über Videokonferenz `getroffen`.

Das war eine ganz neue Erfahrung, wo uns doch gerade in der Gemeinschaft das Umarmen und die Nähe der anderen von großer Bedeutung sind. Darauf zu verzichten fällt mir schwer – meine Sprache der Liebe ist die Zärtlichkeit – sie ist dem `auf Abstand bleiben` diametral entgegengesetzt. Und doch konnte ich die Nähe der anderen spüren und auch ihre Sehnsucht uns zu sehen und auszutauschen. Wir starteten in der ersten Sequenz mit dem Blitzlicht und verständigten uns darauf, zum Morgenimpuls des Tages zu schreiben. Jedes Paar schrieb im eigenen Wohnzimmer den Liebesbrief. Nach einer halben Stunde kamen wir wieder zur Videokonferenz zurück, um uns über unseren Dialog auszutauschen.
Es war frohmachend festzustellen, dass es ja auch so gehen kann. Sicher waren wir uns bewusst, dass ein solches Treffen nicht die wirkliche Begegnung ersetzen wird und uns die reale Anwesenheit des anderen fehlt. Noch ist uns diese Form eher fremd.

Aber wir haben uns versammelt. In Seinem Namen. Über die digitalen Medien die uns zur Verfügung stehen. Wir haben gleich einen nächsten Termin miteinander ausgemacht…

Dialogfrage:
Einander treffen und Beziehung leben ist aktuell eine große Herausforderung.
Wie nehmen wir die alternativen Formen wahr und nutzen sie?
Wo sehe ich für uns noch weitere Möglichkeiten mit anderen Beziehung zu leben?
Wie fühle ich mich, wenn ich Dir dies schreibe?

Herzlich Shalom
Marianne und Paul