Freitag

 

Aber der Herr der Heere prüft den Gerechten, er sieht Herz und Nieren.
Aus der Tageslesung Jeremia 20,12

Ein Blick auf andereAuch in Corona-Zeiten eine ungefährlich Runde!

Eine Freundin, die in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung arbeitet, hat vergangene Woche folgende Erfahrung gemacht:

„Die Sonne scheint, der Himmel ist blau. Es ist ziemlich frisch.
Auf dem Weg zum Parkplatz komme ich an einem Wohnbereich vorbei. Fünf Menschen sitzen draußen und genießen die Sonne. Im Abstand- wie es ja jetzt schon fast Alltag ist.
Einen Bewohner frage ich: „Wie geht´s dir?“ Seine Antwort: „Mir ist langweilig!“
Die Tagesförderstätten und die Werkstätten sind zu. Alles, was Abwechslung bringt, alle Sozialkontakte, die das Leben dort bereichern, alles ist eingefroren.
Ein anderer sagt: „Mir geht es gut. Ich denke an die Menschen, die arbeitslos sind. Und an die, die kein Essen und kein zu Hause haben. Und an die, die krank sind. Denen geht es schlecht.“
Und alle im Kreis stimmen ihm zu.
Mir wird warm ums Herz.“

Das kann uns zu der Austauschfrage anregen:
Welchen Blick habe ich auf die aktuelle Situation, auf meine persönliche Situation?
Wieviel innere Freiheit habe ich im Krisenmodus, andere und schwächere Menschen in den Blick zu nehmen?

Wir wünschen Euch heute einen weiten Blick, der über den eigenen Krisenmodus hinausgeht!
Marianne und Paul
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