Montag – Mach aus mir einen Regenbogen

 

 

Mach aus mir einen Regenbogen

Regenbogen über Wassenach

Einen netten Spruch verschicken per WhatsApp, eine Lebensweisheit vom Dalai Lama zitieren, eine bunte Spruchkarte weitergeben – das ist unter Freunden sehr beliebt. In Zeiten der Kontaktbeschränkungen werden noch mehr solcher Weisheiten weitergegeben.
Viele davon sind wirklich ein Anstoß zum Nachdenken, andere eher banal.

Heute Morgen möchten wir Euch teilhaben lassen an einem Buch, das mich, Marianne, seit 40 Jahren begleitet. Es ist nur noch eine Loseblatt-Sammlung, so häufig wird es in die Hand genommen. „Mach aus mir einen Regenbogen“ heißt es. Dom Helder Camara, bis 1999 Erzbischof von Recife in Brasilien, hat darin, in kurzen knappen Zeilen, seine Gedanken bei der nächtlichen Meditation festgehalten.

Mich beeindrucken sie immer noch und immer wieder und für mich gehören sie zu den Weis- und Wahrheiten, die mich begleiten, die auch uns beide begleiten – sozusagen ein Buch für die einsame Insel.

Drei kurze Texte möchten wir Euch vorstellen:
Bei einem steckengebliebenen Auto reichte ein kleiner Stoß
von einem befreundeten Auto.
Bei müden und mutlosen Seelen
reicht manchmal noch weniger.

Die Menschen belasten Dich?
Trag sie nicht auf den Schultern.
Schließ sie in dein Herz.

Eine schlichte Wasserlache möchte ich sein
und den Himmel spiegeln!

Welcher Text spricht mich an? Welche Gedanken und Gefühle weckt er in mir?

Und für den Text, der Euch gar nicht anspricht gilt: gib ihm eine Chance, eine Zeitlang in Deinen Gedanken zu „gären“.

Wir hoffen, dass Ihr heute einen blauen Himmel erlebt und
grüßen Euch mit einem herzlichen Shalom
Marianne und Paul

Quelle der Zitate: Helder Camara, mach aus mir einen Regenbogen, Pendo Verlag 1982