Montag – Verschwendung

 

Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben.
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 12,1-5

Morgenimpuls - Verschwendung
Dieses Evangelium steht am Beginn der Karwoche. Die Karwoche ist außer dem Gründonnerstag geprägt von Verzicht und Klage. Aber zu Beginn wird uns von dieser unglaublichen Verschwendung erzählt: Nardenöl – und gleich ein ganzes Pfund davon nimmt Maria um die Füße Jesu zu salben.

Verschwendung in Zeiten der Krise – auf dem Weg nach Jerusalem zeichnete sich schon ab, dass es schwierig werden würde für Jesus und seine Freunde.

Und Verschwendung in Zeiten unserer Krise: jeden Abend bekommen wir in den Nachrichten vorgerechnet, wie lange das Geld noch reicht, wer kein Geld mehr hat, wann die Wirtschaft wieder anlaufen muss… Und wir beide sind auch nicht frei von dem bangen Blick ins Portemonnaie: wenn keine Aufträge kommen, wie lange reicht dann unser Geld? Wann werden wir uns einschränken müssen?

Aber Großzügigkeit bis zur Verschwendung ist nicht nur eine Frage des Geldes. Es ist eine Haltung des Herzens. Großzügig sein kann ich mit meinem Geld, aber auch mit meiner Liebe, mit meinen Talenten, mit meiner Zeit. Aber ich kenne auch die Situationen, in denen ich rechne mit meinem Geld, mit meiner Liebe, mit meinen Talenten, mit meiner Zeit.

Wann war ich das letzte Mal großzügig/verschwenderisch? In welchen Situationen fällt mir das schwer?
Wie fühle ich mich, wenn mich jemand unerwartet beschenkt?
Wir laden Euch ein, darüber ins Gespräch zu kommen und wünschen Euch einen guten Tag.

Mit einem großzügigen Shalom –
Marianne und Paul