Samstag – Immer und immer wieder

 

Die Lesungen und die Evangelien – Texte diese Woche wiederholen jeden Tag die gleiche Botschaft: Jesus ist als erster von den Toten auferweckt worden!

Auferstehung

Foto: Birsens

In den Evangelien hören wir, wie Jesus sich auf vielfältige Art und Weise seinen Jüngern offenbart: Er wartet auf sie am Ufer des Sees und bereitet ihnen ein Frühstück (Johannes 21), er kommt durch geschlossene Türen in ihre Mitte und isst mit ihnen, er spricht mit Maria Magdalena und den Jüngern, die unterwegs sind.

Bei Johannes 21 heißt es: Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.
Die Jünger tun sich schwer, an den Auferstandenen zu glauben – da gibt es kein „Hurra, er ist wieder da“, sondern ein mühsames Begreifen einer neuen Wirklichkeit, einer Wahrheit, die unfassbar ist.

Die Apostelgeschichte erzählt uns in dieser Woche, wie es dann weitergeht, als die Freunde und Jünger Jesu diese Botschaft wirklich begriffen haben: sie werden nicht müde, davon zu erzählen und tun dies öffentlich, auch bei Androhung einer Strafe.
„Doch Petrus und Johannes antworteten ihnen: Ob es vor Gott recht ist, mehr auf euch zu hören als auf Gott, das entscheidet selbst. Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben.“ (Apg 4,19 Tageslesung)
Immer und immer wieder müssen wir diese Geschichten hören und diese Geschichten erzählen, damit sie unser Herz erreichen, damit sie unser Tun bestimmen, damit wir Christus, dem Auferstandenen, nachfolgen können.

In der Runde der Verantwortlichen durften wir die Erfahrung machen, wie ermutigend, berührend und bereichernd es ist, wenn wir einander die Bibelstelle anvertrauen, die jedem am Wichtigsten ist.
Das ist Glaubenszeugnis und es lässt mich zugleich von anderen erfahren, welches Wort, welche Geschichte sie trägt. Das muss nicht nur der Partner sein, es können auch unsere Kinder oder andere Paare unserer Gruppe sein.
In diesen Ostertagen ist das für mich (Marianne) die Erzählung von Maria Magdalena am Grab. Tränenblind erkennt sie Jesus nicht, bei der Nennung ihres Namens, weiß sie wer vor ihr steht. So spricht nur Jesus sie an – vielleicht war es sogar ein Kosename. Für mich (Paul) ist es die Wegbegleitung Jesu auf dem Weg nach Emmaus – die selbst dann da ist, wenn ich ihn nicht erkenne.

Wir schlagen Euch einen Austausch vor:
Welche biblische Geschichte, welches biblische Wort ist mir besonders wertvoll?
Was verbinde ich damit und wie fühle ich mich, wenn ich Dir das mitteile?

Herzlich Shalom
Marianne und Paul
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