Samstag – Neue Freunde finden

 

In Zeiten, in denen die Kontakte reglementiert werden, kommen Menschen auf die unterschiedlichsten Ideen. So lesen wir in den sozialen Medien, dass einige Mitmenschen begonnen haben, mit ihrem Toaster oder mit der Kaffeemaschine zu sprechen – nicht mehr mit der Waschmaschine, weil die immer alles verdreht ;-). Auf den ausgedehnten oder auch kürzeren Spaziergängen mit unserem Hund Henry bewegen wir uns gerne im Wald. Mich (Brigitte) faszinieren hier schon immer die Bäume, die Kraft spenden und die als einzelne individuelle Wesen doch über das Wurzelwerk und die Erde miteinander verbunden sind.

So habe ich mir ein Hobby daraus gemacht, Bäume zu fotografieren und Gesichter in ihnen zu erkennen. Irgendwann habe ich angefangen, mit den Bäumen zu sprechen. Lange vor der Corona-Zeit. Ganz lange. Und die uralte Empfehlung „Wenn dir Energie fehlt, dann gehe hin und umarme einen Baum!“, habe ich auch so manches Mal in die Tat umgesetzt. Seit ich eine heilklimatische Wanderung in der Rhön mitgemacht habe und lernen durfte, dass Bäume durchaus unterschiedliche Aufgaben haben uns Menschen mit Energie zu unterstützen, habe ich mich öfter „getraut“, mich einfach mal an einen starken Baum anzulehnen und Kraft zu schöpfen.

In der aktuellen Situation soll man auf Körperkontakt wie Händeschütteln, Umarmungen etc. verzichten. Der sowieso schon bei vielen Menschen vorhandene Mangel an Berührungen wird dabei noch größer. Bäume zu umarmen ist virustechnisch ungefährlich. Im Gegenteil, der Wald wird als die große Unterstützung für unser Immunsystem erkannt und neue Berufe entwickeln sich gerade (Trainer, die einem das Waldbaden erklären zum Beispiel).

Also, bevor du anfängst mit deinem Toaster zu sprechen, sprich doch mal zu einem Baum und nehme Kontakt auf. Du wirst jede Menge neuer Freunde kennenlernen.

Austauschfragen:
„Was macht es mit mir, dass ich im Augenblick Körperkontakt mit Menschen außerhalb meines häuslichen Umfeldes meiden soll?“
„Wie schwer fällt es mir, dass ich meine erwachsenen Kinder / meine Enkel zurzeit nicht in den Arm nehmen kann?“
„Kann ich mir vorstellen, Kontakt / Körperkontakt mit der Natur aufzunehmen?“
…. und wie fühle ich mich, wenn ich dir davon schreibe?

Seid ganz herzlich gegrüßt von
Brigitte und Hans-Dieter
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