Samstag

 

„Als Jesus von dem Berg herabstieg, folgten ihm viele Menschen nach. Und siehe, da kam ein Aussätziger, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, wenn du willst, kannst du mich rein machen. Jesus streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Im gleichen Augenblick wurde der Aussätzige rein.“
(Matthäus 8, 1-3)

Morgenimpuls - Kontaktverbot

Ein Aussätziger, das waren bisher Leprakranke aus vergangenen Tagen für mich. In der heutigen Corona-Zeit kann ich in etwa nachvollziehen, was das damals bedeutet hat. Kein Kontakt mehr zu pflegen, keine Berührung, keine Zärtlichkeiten, kein nettes Wort nur Ablehnung und Distanz. Heutzutage wechselt man die Straßenseite, hält Abstand zueinander ebenfalls aus Angst vor Ansteckung. Wie einsam und verloren muss sich der Aussätzige in der biblischen Geschichte gefühlt haben. Mein Mitgefühl ist noch größer geworden.

Er bringt vermutlich all seinen Mut auf, wenn er sich Jesus nähert und der ganzen Menschenmenge die Jesus nachfolgt und vor ihm niederfällt.

Er vertraut auf Jesus, ihm vertraut er sich an und setzt auf Jesus und seine Heilung, indem er sagt: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen“
Sein Wunsch wird erfüllt, indem Jesus ihm die Hand ausstreckt und ihn berührt.

Wenn ich diese Bibelstelle auf heute beziehe, dann wird mir bewußt, dass bei all den erschütternden Nachrichten in diesen Tagen Gott es ist, der uns die Hand ausstreckt, der uns berührt, wenn wir uns ihm öffnen. Welche Zusage Jesu: „Ich will, werde rein“!

Austauschfrage:
Wann bin ich gestern von Gott berührt worden? Oder wo habe ich Gottes Nähe gespürt?

Wir wünschen euch für diesen Tag mindestens eine göttliche Berührung
Shalom
Manfred und Gaby Pudlik