Geistliche Tage für Priester – ME-Priesterkurs

  • in Zeiten des Umbruchs das Bewusstsein und die Identität als Priester vertiefen
  • das Weihesakrament als Beziehungssakrament erfahren
  • mehr davon erfahren, wie Ehepaare in gelingenden Beziehungen leben und ihr Sakrament alltäglich verwirklichen
  • die Lebensform des Zölibats lebendig und auch fruchtbar gestalten
  • die Beziehung zur Gemeinde oder Gemeinschaft vertiefen
  • wie Weihe-und Ehesakrament aufeinander bezogen sind, was Priester und Eheleute einander bedeuten
  • neue Freude finden am Priestersein
  • Hoffnungen und Träume wiederentdecken
  • Bereicherung der eigenen Ehepastoral
Segnung eines Paares mit de Stola durch einen Priester

Wichtige Infos für den Priesterkurs

Für wen eignet er sich?

Eingeladen sind Priester jeden Alters, die ihr Bewusstsein, katholischer Priester zu sein, erweitern und die Beziehung zu ihrer Gemeinde oder Gemeinschaft vertiefen möchten. Sie sollten Interesse am Reflektieren des eigenen Lebens und an einem vertrauensvollen Austausch mit anderen mitbringen.

Wie läuft er ab?

Der Kurs wird von einem Team aus zwei Priestern und einem Ehepaar geleitet. Sie erzählen in sehr persönlichen Zeugnissen davon, wie sie ihr jeweiliges Sakrament leben und alltäglich verwirklichen. Anschließend ist immer Zeit für persönliche Reflexion und Austausch mit einem erfahrenen Ehepaar.

Beim Kurs wird die Privatsphäre gewahrt; es gibt kein Gespräch in der Gruppe und keine Diskussion.

Der Kurs beginnt Sonntag oder Montag mit dem Abendessen und dauert 2 Tage.

Was kostet er?

250 € inkl. 2 Tage Vollpension (Stand Oktober 2025)

Nächster Priesterkurs

Wann: 10. August 2026 bis 12. August 2026
Wo: Stift Göttweig 1
3511 Furth bei Göttweig, Österreich
Kontakt: Pater Ludger Werner
Tel.: 0851 98852814

Warum richtet sich Marriage Encounter an Priester?

  • Marriage Encounter (Kurz: ME) ist eine geistliche Bewegung in der Kirche
  • Sie wurde gegründet, um die beiden Sakramente der Ehe und der Priesterweihe zu stärken und zu erneuern.
  • Beides sind Beziehungssakramente und können sich daher gut ergänzen und unterstützen.

Sie haben noch Fragen ?
Dann können Sie uns gerne schreiben.




    Was Priester sagen

    „Diese Tage haben mich sehr beeindruckt. Die Offenheit beim Gespräch und das Suchen der einzelnen Personen haben mich bewegt. Auch meine Gottesbeziehung hat durch den Kurs gewonnen.“

    „Es ist erstaunlich, wie viel wir – Priester und Eheleute uns gegenseitig geben können. Ich bin bereichert wieder nach Hause zurück gefahren. Ich habe mich selten zuvor als Priester so liebevoll angenommen erlebt, wie hier.“

    „Diese ME-Tage im Austausch mit einem Ehepaar waren ein intensives Begegnungs-Event sowohl mit dem Paar als auch mit Gott, gefüllt von emotionaler und spiritueller Dichte.

    Priester und Eheleute sagen nach dem Kurs 2019:

    „Als Pfarrer arbeite ich bereits viele Jahre mit Brautpaaren, Eheleuten und Familien. Aber ich habe noch nie auf einmal so viele „frisch verliebte“ Ehepaare erlebt, die bereits etliche Jahre in einer Beziehung leben, wie in diesen Tagen. Die Methode des partnerschaftlichen Dialogs und die Suche nach der Nähe Gottes erfrischen die eheliche Liebe und machen sie stabil…“
    Ein Priester

    „Einen Priester zum ersten Mal zu begleiten, war für uns eine tiefe Erfahrung. Seine Offenheit und sein starker Glauben haben uns angerührt und wir haben erlebt, wie wichtig und fruchtbar der gegenseitige Austausch ist.“
    Ein Ehepaar

    „Als Pfarrer habe ich meist anlassbezogen mit Ehepaaren zu tun: Trauung, Taufe eines Kindes oder Ehejubiläum. Wenn es gut läuft, kommt dabei auch ein Gespräch über Beziehungsthemen zustande. Bei anderen Anlässen steht kaum einmal die Beziehung der beiden Ehepartner im Mittelpunkt, geschweige denn der Austausch darüber. Der Kurs „Berufung neu erleben“ hat mir durch den sehr persönlichen Austausch mit einem Ehepaar einen intensiven Blick auf die Innenseite der Ehe ermöglicht, und mir so eine neue Perspektive eröffnet: meine Berufung als Priester und die Berufung der Eheleute als Teil des gemeinsamen Weges der Kirche zu sehen, auf dem wir einander helfen können zu einem „Leben in Fülle“ (Joh 10,10), das aus lebendigen Beziehungen mit Jesus Christus in der Mitte erwächst.“
    Ein Priester

    „Wir sind froh und dankbar, dass wir mit einem Priester in einen solch lebendigen und intensiven Austausch treten konnten. Wir haben dadurch einen ganz neuen Blick auf das Leben und die Berufung der Priester geschenkt bekommen. Die Impulse und unsere Dialoge haben aber auch uns als Paar geholfen, uns selbst in den Blick zu nehmen mit all den Änderungen, die in uns in der neuen Lebensphase des Ruhestandes erwartet.“
    Ein Ehepaar

    „Ich habe diese Tage als intensive geistliche Tage erlebt. In einer sehr vertrauensvollen Atmosphäre haben wir intensiv in der Dreiergruppe gesprochen – ein Austausch, den ich so mit anderen Mitbrüdern nicht erlebt habe. Eine Erfahrung war auch, die Bandbreite der Gefühle zu nutzen – ich gehe da immer noch recht sparsam damit um. Ich hatte diese Tage zu meinem silbernen Priesterjubiläum vor 1 ½ Jahren geschenkt bekommen – es war ein sehr großes Geschenk – ich bin sehr dankbar für diese Tage.“
    Ein Priester

    „Wir erlebten die Offenheit und das Vertrauen vom Priester zu uns als Paar als eine große Kostbarkeit. Es war für uns gegenseitig so, als kannten wir uns schon lange. Wir konnten im Selbstbild heilsame Schritte gehen, im einander Annehmen und Zuhören die eigenen Nöte erkennen und darin neue Zuversicht und Bestärkung erleben. Unsere Berufungen als Paar und Priester wurden in unserem gemeinsamen Weg des einander Vertrauens gestärkt und man kann sogar sagen, etwas beflügelt!“
    Ein Ehepaar

    „Mich erfreute die Bereitschaft, wie sich Priester und Ehepaare im Dialog aufeinander eingelassen haben. Es ist eine Bestärkung in der je eigenen Berufung und eine Bereicherung für die Kirche.“
    Ein Priester

    „Es ist für uns immer wieder ein Geschenk, den Priester als Mensch spüren zu dürfen. Sein Ringen um seine Berufung ermutigt auch uns in unserem Ringen umeinander.“
    Ein Ehepaar

    „Ich habe es sehr genossen, ein Ehepaar für eineinhalb Tage ganz für mich allein zu haben. Der liebevolle Umgang des Ehepaares miteinander hat mich tief berührt und mich selber nachdenklich werden lassen über mein eigenes Verhältnis zu Gott. Für die kommenden Monate nehme ich mir aus dem Kurs mit, dass Gefühle eine große Relevanz in meinem Leben haben dürfen und dass es an mir selbst liegt, mich zu entscheiden, ihnen zu folgen oder eben einen anderen Weg zu wählen.“
    Ein Priester

    Ein Priester berichtet

    Die Aufmerksamkeit für die eigenen Gefühle als Hilfe zum Gespräch: das war nicht gänzlich Neues, aber eine lohnende Erinnerung und eine wertvolle Vertiefung der Priestertage von Marriage Encounter.

    „Berufung neu erleben – Von ganzem Herzen Priester sein“ – dieser Titel und die Hoffnung, gute Anregungen für den Kontakt mit Paaren und Familien in der Gemeinde zu bekommen, bewogen mich zur Teilnahme an den Priestertagen.

    Ich bin mit einfachen und deshalb leicht handhabbaren, nichtsdestotrotz aber sehr durchdachten Hilfsmitteln ausgestattet worden: der Einteilung von vier „Gefühlsfamilien“ und einer Liste, die hilft, die vielfältigen Nuancen unserer Gefühle ins Wort zu bringen; der Unterscheidung der Gefühle von Gedanken, Meinungen und Urteilen; der Bedeutung wertschätzender Worte und Gedanken; der Differenzierung verschiedener Zuhörertypen.

    Das wichtigste Hilfsmittel jedoch ist die Form des Dialogs: Jeder schreibt zunächst auf, was er dem Gegenüber mitteilen möchte; das kann er dann dem Partner vortragen oder zu lesen geben, um dessen Wahrnehmung, Stellungnahme und Reaktion zu hören. Diese Form hilft, die eigenen Gedanken und Gefühle auf den Punkt, aber auch zur Geltung zu bringen; sie hilft zu vermeiden, dass ein Gesprächspartner oder ein Thema zu kurz kommen, weil man sich an einem Punkt festbeißt oder der Gesprächsverlauf die anderen Punkte übergeht, die einer noch gerne benannt hätte.

    Zu den überraschenden und beglückenden Erfahrungen dieser Tage zählt, wie sofort eine Vertrautheit und Offenheit entsteht mit Menschen, die ich gerade erst kennengelernt habe. Dazu trägt wesentlich bei, daß die beiden Eheleute und die beiden Priester, die uns durch die Impulse führen, in großer Offenheit über ihre persönlichen Erfahrungen von Stärken und Schwächen, von Freuden und Enttäuschungen sprechen. Das bringt in mir selbst die Saiten zum Klingen und weckt die eigenen Erinnerungen, und es macht Lust, selbst so offen und frei zu sprechen. Und das wird belohnt durch Wertschätzung, Verständnis und den Blick von außen, die ich von den beiden Eheleuten erfahre, mit denen ich durch diese Tage gehe. Wir gewähren einander Einblicke in das Leben und Erleben als Ehepaar und als Priester, mit denen wir einander bereichern und bestärken.

    Die Impulse regen mich an, eine Bestandsaufnahme zu machen und Bilanz zu ziehen an dem Punkt, wo ich gerade stehe auf meinem Lebens-, Berufs- und Berufungsweg. Die Erinnerung an den Anfang, die Vergewisserung für die Gegenwart gibt, an Hoffnungen, Erwartungen und Befürchtungen, an Bestätigungen und Enttäuschungen, Ernüchterungen und Überraschungen: all das hilft, mich ehrlicher zu sehen und besser zu verstehen, Gefühle und Entscheidungen, Herz und Kopf miteinander in Verbindung zu bringen.

    Ich bekomme aber auch Dialogfragen an die Hand, die mir über die Auszeit dieser Tage hinaus helfen, im Alltag im Gespräch und in der Übung zu bleiben und Dialog zu pflegen. Das bleibt eine Aufgabe, die nicht leicht gelingt ohne Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit.

    Ein herzliches Dankeschön an Waltraud und Wilfried, an Sieglinde und Peter, an Franz und Ludger sowie an den inzwischen verstorbenen Mitbruder Otto für die Freundschaft dieser Tage!