Haus mit dem Banner für die Wallfahrt Raum geben

Raum geben

In unserem Wallfahrtsort Eggerode hat am 1. Mai die diesjährige Wallfahrtszeit begonnen. Sie steht unter dem Leitwort „Raum geben“. Wir hier am Wallfahrtsort geben den Menschen, die hierherkommen, Raum für die Begegnung mit Gott, mit sich selbst und anderen Menschen, Raum für Stille, Raum für neue Impulse, etc.

Wir, Marie-Theres und Uwe, haben uns darüber Gedanken gemacht, wann und wie wir in unserer Beziehung einander Raum geben. Dabei kamen uns zwei Aspekte des Raumgebens in den Sinn:

  1. Ich gebe dir Raum bei mir
    Dies kann bedeuten: Ich öffne mich für dich, höre dir zu, schenke dir Aufmerksamkeit und Annahme, ich bin ganz da für dich. Du hast Platz bei mir – dies kennen wir bei ME ja auch als den Shalom. Wenn ich dir Raum bei mir, in meinem Herzen gebe, können wir auch Verbundenheit im Paar erleben.
    Bin ich aber voll mit Gedanken und Gefühlen, dann fällt es mir schwer, mich für dich zu öffnen und dir Raum zu geben.
    Beispiel: Zurzeit nimmt die Sorge um meine kranke Mutter bei mir, Uwe, sehr viel Raum ein.
    Ich bin besetzt mit vielen schweren Gedanken und Gefühlen, wie es mit ihr weitergeht.
    So bin ich nicht wirklich da, auch wenn ich mit Marie-Theres zusammen bin.
    Raum geben für Marie-Theres ist da für mich immer wieder eine bewusste Entscheidung.
  2. Ich gebe dir Raum für dich
    Dies kann bedeuten: Ich gebe dir den Raum, den du für dich alleine oder mit anderen brauchst. Ich gebe dir Freiraum.
    Mir, Marie-Theres, fällt es schwer, Uwe Raum für sich zu geben, wenn ich gerne mit ihm zusammen etwas unternehmen möchte oder sein Zuhören oder seine Zärtlichkeit brauche. Dann muss ich mich bewusst zum Lieben, zum Raum-geben, entscheiden.
    Neulich ist es mir aber leichtgefallen, Uwe Raum für sich zu geben, als er eine Woche in Exerzitien mit Kollegen war. Ich habe mich für ihn gefreut und konnte ihm diesen Raum aus vollem Herzen gönnen. Beim Abschied war ich zwar traurig und ich musste mich erst mal umstellen, eine Woche ganz allein im Haus zu sein und keinen Austausch mit Uwe zu haben. So hatte ich aber auch Raum für mich und für neue Erfahrungen, z.B. dass ich alleine gut klarkomme, es aber mit Uwe zusammen schöner und besser ist. Als ich Uwe dann nach einer Woche abholte, war die Wiedersehensfreude groß. Wir hatten viel zu erzählen und wir erlebten eine neue und tiefere Verbundenheit als vor Uwes Exerzitien. Ich war glücklich und beschwingt.

Nun laden wir euch ein zum Dialog zu folgenden Fragen:

  • Wann und wie habe ich dir in letzter Zeit Raum gegeben? Wie habe ich mich da gefühlt? Wfim, wenn ich dir das schreibe?
  • Wann fällt es mir schwer, dir Raum zu geben? Wfim, wenn mir das bewusst wird?
  • Wo und wie möchte ich dir mehr Raum geben? Wfim, wenn ich dir das schreibe?

Wir wünschen euch einen guten Austausch und grüßen euch herzlich mit Shalom,
Marie-Theres und Uwe

Foto: © Marie-Theres & Uwe

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