Ein Weg durch einen Torbogen mit dem Blick auf einen rosa blühenden Baum - Zuversicht

Zuversicht – eine Haltung, die uns gut tut!

Bei dem Taizé-Gesang
„Meine Hoffnung und meine Freude“
sind wir an der letzten Zeile hängen geblieben:
„Christus, meine Zuversicht“

Was hat es nun mit der Zuversicht auf sich?

Wir erleben in unserem Alltag immer wieder sich abwechselnde Phasen:

  • nach einer Anstrengung brauchen wir Erholung,
  • nach einer kräftigen Freude tut eine Pause gut, dann ist wieder intensive Freude möglich
    Immer gleich freudig sein mündet in leblose Statik,
  • es ist wie ein Schaukeln:
    • Zwischen Hochs und Tiefs
    • Zwischen Nähe und Distanz,
    • Zwischen Romanze und Enttäuschung

Damit wir nicht in den Tiefs, der Distanz, der Enttäuschung hängen bleiben, braucht es die Zuversicht. Sie gibt uns den Impuls für den nächsten Schritt nach oben.

Der Weg beginnt bei mir selbst

Auf dem Weg zur Zuversicht fange ich bei mir selbst an. Ich schließe Freundschaft mit mir selbst. Es ist gut, dass ich so bin wie ich bin. Und ich werde so geliebt, wie ich bin! Ganz großartig hat dies J.S.Bach in einer Kantate ausgedrückt: „Ich bin in mir vergnügt“. Wenn uns dieser Schritt gelingt, dann sollten wir nicht dabei stehen bleiben, denn die Freude, die wir da erleben, will an andere weiter gegeben werden. So kommen wir in die Haltung der Zuversicht, die uns hilft, mutig auf anstehende Herausforderungen zuzugehen.

Konstanze:
Die Erfahrung, dass es jetzt nach dem Winter grünt und blüht, gibt mir Zuversicht. Im Wort Zuversicht steckt das Wort „Sehen“. Und das Schauen von etwas Schönem, löst in mir Freude aus. Besonders jetzt im Frühling hält die Natur mir einen Spiegel vor für die Haltung der Zuversicht. Es geht weiter! Das frische Grün und die ersten Blumen sind für mich Zeichen neuen Lebens, ein neuer Anfang.

Ich denke an eine Situation, in der wir vor einem schwierigen Telefonat standen. Wir waren besorgt und ängstlich, ob wir dies gut bewältigen. Gerne hätten wir uns vor der Aufgabe gedrückt, aber wir hatten zugesagt, dieses Gespräch zu übernehmen. Ich erinnere mich, wie wir zunächst auf uns und unsere Verbundenheit geschaut haben. Wir bereiteten uns auch inhaltlich gut vor und so konnten wir mit Zuversicht in das Gespräch starten. Am Ende waren wir froh, dankbar und zufrieden. Die Zuversicht hat uns beflügelt, unsere Aufgabe zu bewältigen.

Den Taizé-Gesang vom Anfang begleite ich gern mit Gesten bzw. Gebärden. Es tut meiner Seele gut, mich ganz von Musik und Bewegung tragen zu lassen. Ich bin erfüllt von Dankbarkeit und gewinne einen neuen Blick auf mich und die Welt. Auch dies ist ein Weg für mich, meine Zuversicht zu stärken.

Wieland:
Ich denke an mein Aufstehen am Morgen. Oftmals erlebe ich mich da noch kraftlos, steif und lustlos. Dann treffen wir uns zu dem gemeinsamen Morgenritual. Das beginnt mit dem „Sonnengruß“ und dann die „fünf Tibeter“. Hier frage ich nicht, wie es mir gerade geht oder ob ich dazu Lust habe, wir machen es einfach, eben ein Ritual. Und in diesem Tun wächst langsam die Zuversicht, dass es ein guter Tag werden kann.

Ich denke auch an Situationen, wenn eine Fülle von Ereignissen und Herausforderungen über mich herein brechen. Die einsetzende Überforderung macht mich starr und reaktionsunfähig. Dann hilft es mir, wenn wir gut verbunden im Austausch sind. Wir überdenken gemeinsam unsere Prioritätenlist. Und dann hilft mir Konstanzes Impuls, den ersten Schritt zu setzen. Ihre Ermutigung lässt meine Zuversicht wachsen und ich werde wieder handlungsfähig.

Die tiefere Quelle der Zuversicht

Nun nochmal zurück zum Eingangslied:
„Christus, meine Zuversicht“
Wir sind in der Osterzeit und Zuversicht hat ganz massiv mit der Osterbotschaft zu tun. Es ist die Zusage von Jesus: „Ich bin bei euch alle Tage“. Und diese Zusage trägt uns durch alle Höhen und Tiefen. Woraus sollte sonst unsere Zuversicht erwachsen, wenn nicht aus dieser großen Zusage!

Nun laden wir Euch ein:
Besinnungsfrage: Sammelt einige Situationen (aus Eurem Alltag), in denen Zuversicht eine besondere Rolle gespielt hat!

Mit einem Dialog könnt Ihr nun noch etwas genauer auf eine der Situationen eingehen.
Dialogfrage: Ich schaue auf eine der Situationen und schreibe dir ausführlich, was ich erlebt habe. Wie fühle ich mich, wenn ich dir dies schreibe?

Viel Freude beim Schreiben und eine gute Begegnung im Austausch!
Mit einem herzlichen, österlichen SHALOM
Konstanze und Wieland

P.S. beim Stichwort „Zuversicht“ denken wir auch an den kürzlich verstorbenen Altbischof Leo Nowak, Mitbegründer von ME in der Region Ost. Er hat uns in schwierigen Zeiten gestützt und Zuversicht geschenkt!

Foto: © Konstanze & Wieland

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