Ein Turm mit vielen Treppenstufen zum Thema Gelassenheit und Aktivität

Gelassenheit – Aktivität – ein interessantes Wortpaar!

Liebe Leserinnen, liebe Empfänger unseres Wochenimpulses!

Es passiert öfters, dass sich ein Wort, eine Wortgruppe, ein markanter Satz bei uns im Gedächtnis besonders fest macht. Dann nehmen wir uns oft Zeit und sprechen darüber. Und einige dieser Gedanken wandern dann auch in eine Sammlung, die wir vor einiger Zeit angelegt haben. Diese Sammlung ist hilfreich, wenn wir wieder einen Wochenimpuls schreiben wollen. Diesmal sind wir bei Gelassenheit – Aktivität hängen geblieben. Und im Dialog haben wir unsere Erfahrungen ausgetauscht, an denen wir jetzt Anteil geben möchten.

Wieland:
Gelassenheit: ich bin innerlich ruhig, entspannt und zuversichtlich. In dieser Verfassung kann ich mich dann auf kleinere oder auch größere Aktivitäten einlassen, mich dafür entscheiden. Dann gelingen mir Dinge gut und ich habe auch dich im Blick. Gemeinsame Projekte machen Freude und wenn ich alleine an etwas dran bin, dann erlebe ich über unsere Verbundenheit deine Begleitung. Beim Schreiben erlebe ich mich jetzt beschwingt, heiter und zuversichtlich.

Und dann ist die Gelassenheit plötzlich weg. Es gibt Zeitdruck oder eine Überfülle von Aufgaben und Themen. Auch wenn unsere Verbundenheit gelitten hat, dann wird es schwierig. Ich werde unsicher und nervös. Und die anstehenden Aktivitäten gehen mir nicht mehr gut und leicht von der Hand.

Gelassenheit – kann ich es so lassen, wie es mir gerade geht? Zulassen, dass ich immer noch Zeit zum Erholen und Regenerieren brauche? Da schwanke ich hin und her. Mal bin ich ruhig und entspannt, kann mich so annehmen und zum Teil die Ruhe genießen. Dann bin ich wieder ungeduldig und hadere mit meinem Gesundheitszustand. Es springt einfach immer mal hin und her.

Einen guten Moment der Aktivität hatte ich heute früh mit der Idee zur Einleitung dieses Wochenimpulses. Diese Zeit konnte ich dann richtig genießen.

Konstanze:
Für mich ist Gelassenheit schon ein wichtiger Wert, den ich versuche hochzuhalten. Und es ist für mich ein Übungsfeld, manchmal gelingt es mir schon ganz gut. Dann werde ich ruhig und entspannt. Gelassenheit – ich bin nicht so abhängig, ich kann die Dinge lassen wie sie sind. Es wird schon weiter gehen. Ich nehme mich nicht so wichtig und ich lerne abzuwarten.

Aktiv sein erlebe ich besonders hier im Garten. Es beflügelt mich. Da sehe ich den kleinen Fleck, den ich gerade bearbeitet habe. Und sofort kommen mir Ideen, was ich hier noch pflanzen, verändern oder gestalten könnte.
Aktivität bedeutet für mich auch Kontakte zu halten, z.B. zum Tanzkreis einladen, das Programm für den Seniorentreff gestalten.
Für uns im Paar bin ich gerne aktiv, wenn ich zum Spaziergang oder den Dialog einlade.
Unser gemeinsames Tun macht mich froh und hinterher bin ich sehr zufrieden.

Die Balance zwischen Gelassenheit und Aktivität wäre schön, aber sie gelingt mir nicht immer. Es passiert schon, dass ich in den Aktivitäten versinke, besonders im Garten. Es ist ja kein Ende absehbar. Da wünschte ich mir mehr Gelassenheit. Vielleicht könnte ich dann auch zufrieden sein, wenn nur 3 von 5 Vorhaben erledigt sind. Und manchmal hilft es mir schon, wenn Wieland mich an eine Pause erinnert.

Aus der Balance geraten:

  • da wird bei mir aus der Gelassenheit Hektik und
  • aus einer guten Aktivität erwächst Aktionismus.

Wenn mir dies passiert, dann bin ich traurig, unzufrieden, ja auch ärgerlich.

Nun laden wir Euch ein:
BF: Sammelt einige Situationen (aus Eurem Alltag), die Euch bei den Stichworten Gelassenheit – Aktivität einfallen!

Mit einem Dialog könnt Ihr jetzt noch etwas genauer auf eine der Situationen eingehen.
DF: Ich schaue auf eine der Situationen und schreibe dir ausführlich, was ich erlebt habe. Wie fühle ich mich, wenn ich dir dies schreibe?

Viel Freude beim Schreiben und eine gute Begegnung im Austausch!

Mit einem herzlichen SHALOM
Konstanze und Wieland

Foto: © Konstanze & Wieland

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