„Wir Menschen sind nur ein Faser im Gewebe des Lebens“
sagt Häuptling Seattle.
Dieser Satz beschäftigt uns schon seit einigen Wochen und immer wieder machen wir Erfahrungen, die diese Aussage bestätigen.
In den letzten Wochen durften wir an verschiedenen Orten die Natur erleben und uns von wunderbaren Sonnenuntergängen, dem Wechsel der Gezeiten und der Wucht der Wellen, aber auch von den morgendlich roten Sonnenaufgängen und ihrem goldenen Morgenlicht verzaubern lassen.
Heute haben wir uns ausführlich den Mailänder Dom angeschaut: Generationen von Menschen haben daran mitgewirkt, Generationen von Menschen haben hier gefeiert, gebetet, sich in Verbundenheit mit Mensch, Natur und Gott erlebt. Jeder hat einen kleinen und kleinsten Teil zu diesem Gotteshaus beigetragen: eine Faser im Gewebe des Lebens!
Das Gewebe des Lebens – größer als wir selbst, unvorstellbar.
Gott, die stille Gründerin des Universums, des unermesslichen Raumes, des Alls, so heißt es in einer Neubearbeitung des franziskanischen Sonnengesangs nach Jan Frerichs.
Leonardo Boff drückt es in einem Gebet so aus:
„bring mich in Verbindung mit allen Seinsformen des Universums und schließlich mit der Quelle allen Seins.“
Ganz deutlich und dankbar spüren wir das in der Verbundenheit mit der Natur. Aber wir spüren es auch deutlich in der Verbundenheit mit anderen Menschen, wenn wir uns austauschen nicht nur über die schönen Dinge des Lebens, sondern auch über unsere Schwächen, unsere Grenzen, unser Versagen. Über unsere Träume, unsere Visionen unsere stärkenden Erfahrungen. Auch dann erleben wir ein Verbundensein mit dem Gewebe des Lebens um uns herum.
Aktuell erleben wir das sehr stark und freuen uns, dass wir uns gegenseitig immer wieder darauf aufmerksam machen können, wenn wir das gerade erleben. Es erfüllt uns mit Dankbarkeit, mit Freude und mit Demut.
Das teilen wir gerne an diesem Wochenende mit Euch und schlagen Euch folgende Dialogfrage vor:
Wann erlebe ich, dass ich/wir nur eine Faser im Gewebe des Lebens sind? Was bedeutet mir das? Wfim, wenn ich Dir das mitteile?
Wir wünschen Euch ein frohes Wochenende miteinander!
Herzlich Shalom
Marianne und Paul
Du, große Liebe,
stille Gründerin des Universums,
des unermesslichen Raumes, des Alls.
Wir danken dir, dass etwas ist.
Denn du erfüllst mein ganzes Sein mit Leben
und bringst mich in Verbindung mit allen Seinsformen des Universums
und schließlich mit der Quelle allen Seins.
Weil du alles Werden willst,
weil du alles Sein willst –
und nicht nichts.
Foto: © Marianne Krämer-Birsens

