Wer hat nicht schon alles über sie nachgedacht oder geschrieben? Berühmte und weniger berühmte Menschen, Wissenschaftler und Philosophen. Immer wieder gibt sie Anlass zum Nachdenken: die Zeit.
„Mit der Zeit wird die Zeit immer wichtiger.“ Dieser Spruch hängt an unserer PIN-Wand und über diesen Satz haben wir uns in der letzten Zeit immer wieder Gedanken gemacht. Für was haben wir unsere Zeit schon alles genutzt?
Unser Leben dauert jetzt schon eine ganz lange Zeit. Und eine ganz lange Zeit sind wir schon zusammen unterwegs. Ganz am Anfang unserer Beziehung dachten wir, wir hätten unendlich viel Zeit. Wir waren so jung und das ganze Leben lag noch vor uns. Dass es auch viel kürzer sein kann, daran haben wir gar nicht gedacht.
Wir haben ganz viel Zeit in die verschiedensten Dinge investiert. Waren mal hier und mal da. Ganz abgesehen von unseren Ausbildungen, dem Studium, was alles in allem eine ganze Menge Zeit in Anspruch genommen hat, haben wir unsere Zeit mit ganz viel Arbeit gefüllt. Schließlich muss der Alltag ja bezahlt werden.
Die verbleibende Zeit haben wir so gut es ging – hoffentlich – sinnvoll aufgeteilt. Hier ein Verein, da eine Veranstaltung, dort ein Treffen.
Als die Kinder kamen, wurde die Zeit für Familie sehr wichtig. Die Kinder hatten auch viele Verpflichtungen: Kindergarten, Schule, Arzttermine, Therapien, Zahnspangen, Sportturniere. Also haben wir unsere Zeit auch dafür zur Verfügung gestellt. Wir hatten ja genug.
Später haben wir Zeit in die Pflege und Betreuung unserer Eltern gesteckt. Auch hier haben wir die Termine im Blick gehabt und Zeit aufgewendet, sie zum Arzt oder zum Einkaufen zu fahren.
Diese Zeit(en) sind ja jetzt vorbei. Vieles, in das wir früher Zeit investiert haben, gibt es heute nicht mehr oder wird nicht mehr gebraucht.
Die Kinder fahren sich selbst zu ihren Sportvereinen, die Eltern sind schon vor Jahren von uns gegangen. Unsere Zeit-Einsätze für andere und anderes sind übersichtlich geworden.
„Mit der Zeit wird die Zeit immer wichtiger.“ Es hat lange gedauert, bis der tiefere Sinn dieses Satzes bei uns angekommen ist. Unsere Zeit ist begrenzt. Auch unsere Zeit wird einmal abgelaufen sein. Zum Glück wissen wir nicht wann dieser Zeitpunkt sein wird. Aber wir wissen genau, dass unsere Zeit begrenzt ist. Und deshalb entscheiden wir bewusst, wie und wofür und mit wem wir unsere Zeit teilen wollen und wie wir unsere Zeit verbringen möchten.
Da fällt schon einmal der Besuch des Straßenfestes aus zugunsten einer Zeit am Klavier. Da lassen wir ein Event gerne vorbeiziehen und besuchen stattdessen Freunde, die wir lange nicht gesehen haben. Und im Übrigen „muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen“, wie Astrid Lindgren sagt.
Wir laden euch ein, euch über euer Zeitmanagement Gedanken zu machen und über folgende Dialogfrage in den Austausch zu kommen:
- Wie bewusst gehe ich mit der Zeit um, die mir täglich zur Verfügung steht?
Wfim, wenn ich dir davon schreibe?
Zeitlose Grüße von Brigitte und Hans-Dieter
Foto: © Brigitte und Hans-Dieter

