Ein Stofffaultier mit einem Spruch zu Aufschieberitis

Faulheit

Wenn mich meine eigene Faulheit einholt

Immer wieder rege ich (Brigitte) mich auf, wenn die Dinge nicht so laufen, wie ich mir das vorstelle. Ich schaue auf meinen Schreibtisch: Da liegen immer noch die gleichen Unterlagen herum, die ich schon letzte Woche wegheften wollte. Ich gehe in den Garten und beschwere mich über die Blätter, die immer noch auf unserer Wiese liegen. Ich gehe mit den Hunden spazieren und beschwere mich darüber, dass sie nicht auf mich hören. Diese Liste kann ich endlos weiter führen.

Warum verschwinden Probleme nicht einfach?

Warum verschwinden Angelegenheiten oder Situationen eigentlich nicht, die mich so sehr aufregen? Vor einiger Zeit habe ich mich mal wieder lauthals über unsere Hunde – eigentlich sind es die Hunde unseres Sohnes, aber sie wohnen oft bei uns – beschwert, weil sie in ihrem Fell trockene Blätter aus dem Garten mit ins Haus gebracht haben.

Während ich so vor mich hin lamentiere, komme ich an meinem Buch mit 125 Gedichten des Meiji-Kaisers vorbei. Spontan schlage ich es auf, mit der Frage, warum eigentlich nichts so klappt, wie ich es mir vorstelle. Der Spruch, der mich sofort auf den Boden der Tatsachen holt, hat mich umgehauen: „Beschwer dich nicht, wenn die Dinge nicht so gehen wie geplant, sondern schau auf deine eigene Faulheit.“

Da war ich erstmal sprachlos.

Die unbequeme Wahrheit über Aufschieberitis

Nachdem ich tief durchgeatmet hatte, wurde mir bewusst, wie wahr der Spruch ist. Ich leide oft unter der Aufschieberitis. Da nützt es auch nichts, wenn ich das Ganze Prokrastination nenne.

Es erledigt sich nichts vom Nichtstun. Das ist leider so. Wenn ich die Unterlagen nicht abhefte, dann liegen sie halt noch da, wenn ich die Blätter nicht von der Wiese kehre, dann liegen sie halt noch da, und wenn ich die Hunde nicht abbürste, bevor sie wieder ins Haus kommen, dann schleppen sie die Blätter mit ins Haus.

Sich über die eigene Faulheit Gedanken zu machen, ist unangenehm. Wer will sich schon eingestehen, dass er faul ist?

Ein Gespräch in unserer ME-Gruppe

Ich habe diese Frage mit in unsere ME-Gruppe genommen und alle haben etwas gefunden, das sie vor sich herschieben oder zu dessen Erledigung sie keine Lust haben. Wir haben uns gefragt, warum es uns so schwerfällt, Dinge zu erledigen, die uns keinen Spaß machen, und was uns helfen kann, sofort anzupacken.

Die „Aktion Garage“

Eine Situation aus unserem Leben ist mir eingefallen, die uns lange Zeit genervt hat. Wir wollten unsere Garage und den Raum darüber entrümpeln und neu sortieren, aber wir haben keinen Anfang machen können. Es erschien uns als endlose Aktion, zu der wir – wie wir beide uns immer wieder bestätigten – jetzt keine Zeit haben.

Irgendwann war es dann soweit. Wir haben uns das ganze Wochenende frei gehalten, um diese umfangreiche und arbeitsintensive „Aktion Garage“ endlich vom Tisch zu bekommen. Wir hofften, dass wir bis Sonntagabend damit fertig sind.

Nachdem wir dann losgelegt hatten, ging alles wie am Schnürchen. Wir arbeiteten Hand in Hand, entschieden blitzschnell, was weg kann und was einen neuen Platz bekommt. Ein paar Stunden und mehrere Tassen Kaffee später freuten wir uns über eine aufgeräumte Garage und übersichtliche Regale im Raum darüber. Wir haben keinen ganzen Tag dazu gebraucht und haben uns gefragt, warum wir uns so lange davor gedrückt haben.

Unsere Dialogfragen für euch

Wir laden euch ein, euch zu einer der folgenden Dialogfragen auszutauschen:

  • Gibt es eine Situation in meinem Leben / in unserer Beziehung, die stressfreier ablaufen könnte, wenn ich meine Faulheit überwinden würde? Wfim bei meiner Antwort?
  • Was kann mir helfen, mich aus meiner Komfortzone zu bewegen und einfach mal anzufangen? Wfim, wenn ich dir davon schreibe?

Herzlichst Brigitte und Hans-Dieter

Bild: © Brigitte

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